
The Grandmaster
PRODUKTBESCHREIBUNGEN
PRODUKTBESCHREIBUNG
Ip Man, aufgewachsen im SĂŒden Chinas, nimmt seit seiner Kindheit an den Kung-Fu-WettkĂ€mpfen im berĂŒhmten Goldenen Pavillon teil. Eines Tages taucht Meister Gong aus dem Nordosten auf, um das Ende seiner Laufbahn vor Ort zeremoniell zu begehen. Der eine hört auf, der andere setzt seinen Weg fort. Wem aber gebĂŒhrt es fortan, sich GroĂmeister zu nennen? Ip Man? Meister Gongs Tochter Gong Er? Oder gar Yi Xian Tian, den es ins entfernte Taiwan verschlagen hat? Einige wollen schĂŒtzen, was ihnen gehört, andere suchen nach Erleuchtung und wieder andere nur einen Kampf.
Bonusmaterial:
Making Of; Auf den Spuren der GroĂmeister; Die Special Effects; Trailer; Wing Tsun-Demonstration; Ein GesprĂ€ch mit Shifu Didier Beddar; Interviews; Laufzeit Bonusmaterial: ca. 134 Minuten;
MOVIEMAN.DE
REVIEW: Bruce Lee ist bekannt fĂŒr seine unangefochtene Kampftechnik. Doch seinen Erfolg hat er der Ausbildung des legendĂ€ren Meisters Ip Man zu verdanken, der ihm als Mentor diente. Der chinesische Regiemeister, Autor und Produzent Wong Kar Wai (Tiger & Dragon) erzĂ€hlt die persönliche Lebensgeschichte des chinesischen Kampfkunst-Meisters Ip Man, die von emotionalen SchicksalsschlĂ€gen und Kungfu geprĂ€gt war. Ăber sechs Jahre dauerte die Vorbereitung fĂŒr den Film und weitere drei Jahre die Produktion. Doch das Warten hat sich gelohnt. Nach dem meisterhaften Melodram In the Mood for Love ĂŒberzeugt Wong Kar-Wai erneut.Die zeitliche Epoche Chinas von 1911 bis in die frĂŒhen 50er Jahre wird visuell faszinierend eingefangen. Die visionĂ€re Bildsprache setzt die Moral und Tugendhaftigkeit der chinesischen Kultur in krĂ€ftigen Farben um. Der dadurch entstehende Martial-Arts-Film wird durch die ausufernde und stillvoll in Szene gesetzte Kampfakrobatik bestimmt. Faszinierende Kampftechniken ziehen den Blick des Zuschauers an und lassen zwischenzeitlich die Handlungsgeschichte vergessen. Aus nahezu philosophischer Sicht werden die Auseinandersetzungen zwischen SchĂŒler und Meister sowie Liebe und Verrat betrachtet. Neben den ausufernden Kungfu-KĂ€mpfen beruft sich der Film am Rande auf die historischen Ereignisse Chinas. Die persönlichen Schicksale der Figuren werden in die politische Geschichte des Landes und den Wandel von Kaiserreich zur Volksrepublik hin eingebettet. Doch der Fokus bleibt an der Kampfkunst haften, wodurch der Film als visuelle Huldigung dessen verstanden werden kann.Die durch Action-Choreograph Yuen Woo-Ping (Kill Bill) dirigierten Kampfszenen zeugen von einer faszinierenden AuthentizitĂ€t, die den GroĂteil des Looks bestimmt. FĂŒr die brillante BildqualitĂ€t war der französische Kameramann Philippe Le Sourd gemeinsam mit Produktionsdesigner William Chang Suk-Ping verantwortlich. GroĂaufnahmen, Zeitlupen und Zeitraffer setzen die verschiedenen Richtungen der Kampfkunst in Szene. Malerische Kulissen, regnerische Bilder und die Liebe zum Detail vereinen sich zu einemGesamtkunstwerk, Ă€hnlich einem GemĂ€lde. KrĂ€ftige Farbtöne und philosophisch anmutende Dialoge bestimmen die AtmosphĂ€re des Kunstfilms.Dabei verliert sich Wong Kar Wai immer wieder in den Bildern und lĂ€sst die Geschichte ein wenig auĂer Acht. Die zugrundeliegende Biografie von Ip Man wird nur im Ansatz wiedergegeben und zwischenzeitlich sogar aus dem Auge verloren. Die Rachegeschichte von Gong Er gewinnt dadurch zwischenzeitlich die Oberhand und nimmt einen GroĂteil der Spielzeit fĂŒr sich ein. Doch gerade dadurch weist der Film im Mittelteil erhebliche LĂ€ngen auf, die die Konzentration der Zuschauer ĂŒberfordert. Dabei wurde die erste Fassung von ĂŒber vier Stunden bereits fĂŒr den Kinobesucher auf 123 Minuten gekĂŒrzt.In der Hauptrolle des Wing Chu-Meisters Ip Man ist Darsteller Tony Leung Chiu-Wai (In the Mood for Love) zu sehen. Gong Er, die stolze Meisterin der nordchinesischen Kampfkunst-Tradition, wird von Zhang Ziyi gespielt, die ihren mĂ€nnlichen Kollegen sowohl im Kampf, als auch im Schauspiel in nichts nachsteht. Doch auch hier gibt es SchwĂ€chen, die sich auf das Drehbuch zurĂŒckfĂŒhren lassen, das im GroĂen und Ganzen hinter den brillanten Bildern zurĂŒckstecken musste. Demnach ĂŒbertrifft der Film rein von der technischen Gestaltung und der Bildsprache alle Erwartungen- vonder Lebensgeschichte des gröĂten Kampfkunst-Meisters Chinas hĂ€tte man jedoch noch ein wenig mehr Tiefe und IntensitĂ€t erwarten können. Fazit: Ein poetisches Meisterwerk von Wong Kar Wai um Vergeltung, Begehren, unerfĂŒllte Liebe und KonkurrenzkĂ€mpfe. Bildlich gigantisch, drehbuchtechnisch leider etwas schwach.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das in der Farbzeichnung ausdrucksstarke und warm goldene Bild weiĂ zu gefallen. Rauschen ist zwar vorhanden, aber insehr moderater Weise und damit nicht weiter störend. Die Kompression meldet sich mitunter durch Blockbildung oder Flimmern(00:22:53) zu Wort. Der Kontrast zeigt eine Vielzahl von feinen Farbstufen. Nur bei Nachtszenen muss man etwas genauer hinsehen. Die SchĂ€rfe kann man getrost als hochwertig bezeichnen. Sie ist durchgehend angenehm. Die Vorlage ist nicht frei schon SchĂ€den. WĂ€hrend des Films taucht zwar auch mal immer wieder ein Artefakt oder Ă€hnliches auf, aber das hĂ€lt sich dann doch in Grenzen. Der deutsche und der Mandarin-Ton liegen in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Bei einem Film wie diesem, der mit gut entwickelter Soundkulisse arbeitet und natĂŒrlich immer mal wieder akustische Effekte und perkussive Musik einsetzt, ist das auch wichtig. Die Umsetzung gefĂ€llt, da die Actionmomente akustisch sehr schön umgesetzt wurden und die hinteren KanĂ€le gebĂŒhrend zum Einsatz kommen lassen. Einziger relevanter Unterschied zwischen beiden Tonspuren ist der Dialog, der im Deutschen deutlich klarer auszumachen ist, im Original aber manchmal hinter Musik und Kulisse zurĂŒckstecken muss. Die Blu-ray bietet ein annĂ€hernd halbstĂŒndiges Making-of (OmU), das sich viel Zeit nimmt und auf Aspekte wie Bauten, Sets, Training und politische HintergrĂŒnde beleuchtet werden. Innerhalb der Extras ist kurioserweise die Popup-MenĂŒtaste gesperrt. Eine kurze Featurette zu den Spezialeffekten zeigt im Splitscreen die Vorher/Nachheransichten. Es gibt eine Reihe Interviews, wobei das mit Regisseur Wong Kar Wai am interessantesten ist. www.movieman.de
Original: $15.11
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The Grandmaster
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Ip Man, aufgewachsen im SĂŒden Chinas, nimmt seit seiner Kindheit an den Kung-Fu-WettkĂ€mpfen im berĂŒhmten Goldenen Pavillon teil. Eines Tages taucht Meister Gong aus dem Nordosten auf, um das Ende seiner Laufbahn vor Ort zeremoniell zu begehen. Der eine hört auf, der andere setzt seinen Weg fort. Wem aber gebĂŒhrt es fortan, sich GroĂmeister zu nennen? Ip Man? Meister Gongs Tochter Gong Er? Oder gar Yi Xian Tian, den es ins entfernte Taiwan verschlagen hat? Einige wollen schĂŒtzen, was ihnen gehört, andere suchen nach Erleuchtung und wieder andere nur einen Kampf.
Bonusmaterial:
Making Of; Auf den Spuren der GroĂmeister; Die Special Effects; Trailer; Wing Tsun-Demonstration; Ein GesprĂ€ch mit Shifu Didier Beddar; Interviews; Laufzeit Bonusmaterial: ca. 134 Minuten;
MOVIEMAN.DE
REVIEW: Bruce Lee ist bekannt fĂŒr seine unangefochtene Kampftechnik. Doch seinen Erfolg hat er der Ausbildung des legendĂ€ren Meisters Ip Man zu verdanken, der ihm als Mentor diente. Der chinesische Regiemeister, Autor und Produzent Wong Kar Wai (Tiger & Dragon) erzĂ€hlt die persönliche Lebensgeschichte des chinesischen Kampfkunst-Meisters Ip Man, die von emotionalen SchicksalsschlĂ€gen und Kungfu geprĂ€gt war. Ăber sechs Jahre dauerte die Vorbereitung fĂŒr den Film und weitere drei Jahre die Produktion. Doch das Warten hat sich gelohnt. Nach dem meisterhaften Melodram In the Mood for Love ĂŒberzeugt Wong Kar-Wai erneut.Die zeitliche Epoche Chinas von 1911 bis in die frĂŒhen 50er Jahre wird visuell faszinierend eingefangen. Die visionĂ€re Bildsprache setzt die Moral und Tugendhaftigkeit der chinesischen Kultur in krĂ€ftigen Farben um. Der dadurch entstehende Martial-Arts-Film wird durch die ausufernde und stillvoll in Szene gesetzte Kampfakrobatik bestimmt. Faszinierende Kampftechniken ziehen den Blick des Zuschauers an und lassen zwischenzeitlich die Handlungsgeschichte vergessen. Aus nahezu philosophischer Sicht werden die Auseinandersetzungen zwischen SchĂŒler und Meister sowie Liebe und Verrat betrachtet. Neben den ausufernden Kungfu-KĂ€mpfen beruft sich der Film am Rande auf die historischen Ereignisse Chinas. Die persönlichen Schicksale der Figuren werden in die politische Geschichte des Landes und den Wandel von Kaiserreich zur Volksrepublik hin eingebettet. Doch der Fokus bleibt an der Kampfkunst haften, wodurch der Film als visuelle Huldigung dessen verstanden werden kann.Die durch Action-Choreograph Yuen Woo-Ping (Kill Bill) dirigierten Kampfszenen zeugen von einer faszinierenden AuthentizitĂ€t, die den GroĂteil des Looks bestimmt. FĂŒr die brillante BildqualitĂ€t war der französische Kameramann Philippe Le Sourd gemeinsam mit Produktionsdesigner William Chang Suk-Ping verantwortlich. GroĂaufnahmen, Zeitlupen und Zeitraffer setzen die verschiedenen Richtungen der Kampfkunst in Szene. Malerische Kulissen, regnerische Bilder und die Liebe zum Detail vereinen sich zu einemGesamtkunstwerk, Ă€hnlich einem GemĂ€lde. KrĂ€ftige Farbtöne und philosophisch anmutende Dialoge bestimmen die AtmosphĂ€re des Kunstfilms.Dabei verliert sich Wong Kar Wai immer wieder in den Bildern und lĂ€sst die Geschichte ein wenig auĂer Acht. Die zugrundeliegende Biografie von Ip Man wird nur im Ansatz wiedergegeben und zwischenzeitlich sogar aus dem Auge verloren. Die Rachegeschichte von Gong Er gewinnt dadurch zwischenzeitlich die Oberhand und nimmt einen GroĂteil der Spielzeit fĂŒr sich ein. Doch gerade dadurch weist der Film im Mittelteil erhebliche LĂ€ngen auf, die die Konzentration der Zuschauer ĂŒberfordert. Dabei wurde die erste Fassung von ĂŒber vier Stunden bereits fĂŒr den Kinobesucher auf 123 Minuten gekĂŒrzt.In der Hauptrolle des Wing Chu-Meisters Ip Man ist Darsteller Tony Leung Chiu-Wai (In the Mood for Love) zu sehen. Gong Er, die stolze Meisterin der nordchinesischen Kampfkunst-Tradition, wird von Zhang Ziyi gespielt, die ihren mĂ€nnlichen Kollegen sowohl im Kampf, als auch im Schauspiel in nichts nachsteht. Doch auch hier gibt es SchwĂ€chen, die sich auf das Drehbuch zurĂŒckfĂŒhren lassen, das im GroĂen und Ganzen hinter den brillanten Bildern zurĂŒckstecken musste. Demnach ĂŒbertrifft der Film rein von der technischen Gestaltung und der Bildsprache alle Erwartungen- vonder Lebensgeschichte des gröĂten Kampfkunst-Meisters Chinas hĂ€tte man jedoch noch ein wenig mehr Tiefe und IntensitĂ€t erwarten können. Fazit: Ein poetisches Meisterwerk von Wong Kar Wai um Vergeltung, Begehren, unerfĂŒllte Liebe und KonkurrenzkĂ€mpfe. Bildlich gigantisch, drehbuchtechnisch leider etwas schwach.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das in der Farbzeichnung ausdrucksstarke und warm goldene Bild weiĂ zu gefallen. Rauschen ist zwar vorhanden, aber insehr moderater Weise und damit nicht weiter störend. Die Kompression meldet sich mitunter durch Blockbildung oder Flimmern(00:22:53) zu Wort. Der Kontrast zeigt eine Vielzahl von feinen Farbstufen. Nur bei Nachtszenen muss man etwas genauer hinsehen. Die SchĂ€rfe kann man getrost als hochwertig bezeichnen. Sie ist durchgehend angenehm. Die Vorlage ist nicht frei schon SchĂ€den. WĂ€hrend des Films taucht zwar auch mal immer wieder ein Artefakt oder Ă€hnliches auf, aber das hĂ€lt sich dann doch in Grenzen. Der deutsche und der Mandarin-Ton liegen in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Bei einem Film wie diesem, der mit gut entwickelter Soundkulisse arbeitet und natĂŒrlich immer mal wieder akustische Effekte und perkussive Musik einsetzt, ist das auch wichtig. Die Umsetzung gefĂ€llt, da die Actionmomente akustisch sehr schön umgesetzt wurden und die hinteren KanĂ€le gebĂŒhrend zum Einsatz kommen lassen. Einziger relevanter Unterschied zwischen beiden Tonspuren ist der Dialog, der im Deutschen deutlich klarer auszumachen ist, im Original aber manchmal hinter Musik und Kulisse zurĂŒckstecken muss. Die Blu-ray bietet ein annĂ€hernd halbstĂŒndiges Making-of (OmU), das sich viel Zeit nimmt und auf Aspekte wie Bauten, Sets, Training und politische HintergrĂŒnde beleuchtet werden. Innerhalb der Extras ist kurioserweise die Popup-MenĂŒtaste gesperrt. Eine kurze Featurette zu den Spezialeffekten zeigt im Splitscreen die Vorher/Nachheransichten. Es gibt eine Reihe Interviews, wobei das mit Regisseur Wong Kar Wai am interessantesten ist. www.movieman.de
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Ip Man, aufgewachsen im SĂŒden Chinas, nimmt seit seiner Kindheit an den Kung-Fu-WettkĂ€mpfen im berĂŒhmten Goldenen Pavillon teil. Eines Tages taucht Meister Gong aus dem Nordosten auf, um das Ende seiner Laufbahn vor Ort zeremoniell zu begehen. Der eine hört auf, der andere setzt seinen Weg fort. Wem aber gebĂŒhrt es fortan, sich GroĂmeister zu nennen? Ip Man? Meister Gongs Tochter Gong Er? Oder gar Yi Xian Tian, den es ins entfernte Taiwan verschlagen hat? Einige wollen schĂŒtzen, was ihnen gehört, andere suchen nach Erleuchtung und wieder andere nur einen Kampf.
Bonusmaterial:
Making Of; Auf den Spuren der GroĂmeister; Die Special Effects; Trailer; Wing Tsun-Demonstration; Ein GesprĂ€ch mit Shifu Didier Beddar; Interviews; Laufzeit Bonusmaterial: ca. 134 Minuten;
MOVIEMAN.DE
REVIEW: Bruce Lee ist bekannt fĂŒr seine unangefochtene Kampftechnik. Doch seinen Erfolg hat er der Ausbildung des legendĂ€ren Meisters Ip Man zu verdanken, der ihm als Mentor diente. Der chinesische Regiemeister, Autor und Produzent Wong Kar Wai (Tiger & Dragon) erzĂ€hlt die persönliche Lebensgeschichte des chinesischen Kampfkunst-Meisters Ip Man, die von emotionalen SchicksalsschlĂ€gen und Kungfu geprĂ€gt war. Ăber sechs Jahre dauerte die Vorbereitung fĂŒr den Film und weitere drei Jahre die Produktion. Doch das Warten hat sich gelohnt. Nach dem meisterhaften Melodram In the Mood for Love ĂŒberzeugt Wong Kar-Wai erneut.Die zeitliche Epoche Chinas von 1911 bis in die frĂŒhen 50er Jahre wird visuell faszinierend eingefangen. Die visionĂ€re Bildsprache setzt die Moral und Tugendhaftigkeit der chinesischen Kultur in krĂ€ftigen Farben um. Der dadurch entstehende Martial-Arts-Film wird durch die ausufernde und stillvoll in Szene gesetzte Kampfakrobatik bestimmt. Faszinierende Kampftechniken ziehen den Blick des Zuschauers an und lassen zwischenzeitlich die Handlungsgeschichte vergessen. Aus nahezu philosophischer Sicht werden die Auseinandersetzungen zwischen SchĂŒler und Meister sowie Liebe und Verrat betrachtet. Neben den ausufernden Kungfu-KĂ€mpfen beruft sich der Film am Rande auf die historischen Ereignisse Chinas. Die persönlichen Schicksale der Figuren werden in die politische Geschichte des Landes und den Wandel von Kaiserreich zur Volksrepublik hin eingebettet. Doch der Fokus bleibt an der Kampfkunst haften, wodurch der Film als visuelle Huldigung dessen verstanden werden kann.Die durch Action-Choreograph Yuen Woo-Ping (Kill Bill) dirigierten Kampfszenen zeugen von einer faszinierenden AuthentizitĂ€t, die den GroĂteil des Looks bestimmt. FĂŒr die brillante BildqualitĂ€t war der französische Kameramann Philippe Le Sourd gemeinsam mit Produktionsdesigner William Chang Suk-Ping verantwortlich. GroĂaufnahmen, Zeitlupen und Zeitraffer setzen die verschiedenen Richtungen der Kampfkunst in Szene. Malerische Kulissen, regnerische Bilder und die Liebe zum Detail vereinen sich zu einemGesamtkunstwerk, Ă€hnlich einem GemĂ€lde. KrĂ€ftige Farbtöne und philosophisch anmutende Dialoge bestimmen die AtmosphĂ€re des Kunstfilms.Dabei verliert sich Wong Kar Wai immer wieder in den Bildern und lĂ€sst die Geschichte ein wenig auĂer Acht. Die zugrundeliegende Biografie von Ip Man wird nur im Ansatz wiedergegeben und zwischenzeitlich sogar aus dem Auge verloren. Die Rachegeschichte von Gong Er gewinnt dadurch zwischenzeitlich die Oberhand und nimmt einen GroĂteil der Spielzeit fĂŒr sich ein. Doch gerade dadurch weist der Film im Mittelteil erhebliche LĂ€ngen auf, die die Konzentration der Zuschauer ĂŒberfordert. Dabei wurde die erste Fassung von ĂŒber vier Stunden bereits fĂŒr den Kinobesucher auf 123 Minuten gekĂŒrzt.In der Hauptrolle des Wing Chu-Meisters Ip Man ist Darsteller Tony Leung Chiu-Wai (In the Mood for Love) zu sehen. Gong Er, die stolze Meisterin der nordchinesischen Kampfkunst-Tradition, wird von Zhang Ziyi gespielt, die ihren mĂ€nnlichen Kollegen sowohl im Kampf, als auch im Schauspiel in nichts nachsteht. Doch auch hier gibt es SchwĂ€chen, die sich auf das Drehbuch zurĂŒckfĂŒhren lassen, das im GroĂen und Ganzen hinter den brillanten Bildern zurĂŒckstecken musste. Demnach ĂŒbertrifft der Film rein von der technischen Gestaltung und der Bildsprache alle Erwartungen- vonder Lebensgeschichte des gröĂten Kampfkunst-Meisters Chinas hĂ€tte man jedoch noch ein wenig mehr Tiefe und IntensitĂ€t erwarten können. Fazit: Ein poetisches Meisterwerk von Wong Kar Wai um Vergeltung, Begehren, unerfĂŒllte Liebe und KonkurrenzkĂ€mpfe. Bildlich gigantisch, drehbuchtechnisch leider etwas schwach.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das in der Farbzeichnung ausdrucksstarke und warm goldene Bild weiĂ zu gefallen. Rauschen ist zwar vorhanden, aber insehr moderater Weise und damit nicht weiter störend. Die Kompression meldet sich mitunter durch Blockbildung oder Flimmern(00:22:53) zu Wort. Der Kontrast zeigt eine Vielzahl von feinen Farbstufen. Nur bei Nachtszenen muss man etwas genauer hinsehen. Die SchĂ€rfe kann man getrost als hochwertig bezeichnen. Sie ist durchgehend angenehm. Die Vorlage ist nicht frei schon SchĂ€den. WĂ€hrend des Films taucht zwar auch mal immer wieder ein Artefakt oder Ă€hnliches auf, aber das hĂ€lt sich dann doch in Grenzen. Der deutsche und der Mandarin-Ton liegen in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Bei einem Film wie diesem, der mit gut entwickelter Soundkulisse arbeitet und natĂŒrlich immer mal wieder akustische Effekte und perkussive Musik einsetzt, ist das auch wichtig. Die Umsetzung gefĂ€llt, da die Actionmomente akustisch sehr schön umgesetzt wurden und die hinteren KanĂ€le gebĂŒhrend zum Einsatz kommen lassen. Einziger relevanter Unterschied zwischen beiden Tonspuren ist der Dialog, der im Deutschen deutlich klarer auszumachen ist, im Original aber manchmal hinter Musik und Kulisse zurĂŒckstecken muss. Die Blu-ray bietet ein annĂ€hernd halbstĂŒndiges Making-of (OmU), das sich viel Zeit nimmt und auf Aspekte wie Bauten, Sets, Training und politische HintergrĂŒnde beleuchtet werden. Innerhalb der Extras ist kurioserweise die Popup-MenĂŒtaste gesperrt. Eine kurze Featurette zu den Spezialeffekten zeigt im Splitscreen die Vorher/Nachheransichten. Es gibt eine Reihe Interviews, wobei das mit Regisseur Wong Kar Wai am interessantesten ist. www.movieman.de















